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Vitoatsea
Blasenkrebs und Sport
vitoatsea
Geboren 1941 (Schweiz)
Blasenkrebs: seit 2014
Harnableitung: Neoblase
Hilft Sport bei Krebs ?
Weil ich davon überzeugt bin, dass Krebs ohne Sport noch unerträglicher ist, liegt mir dieses Thema so besonders am Herzen! Meine eigenen Erfahrungen bezüglich <Blasenkrebs und Sport> sind eindeutig: dank den sportlichen Aktivitäten habe ich meine Krankheit weit besser überstanden als anfänglich befürchtet. Und das ist ja nicht etwa nur „auf meinem Mist gewachsen“ -  Patienten-Beratungsstellen oder Medien berichten immer wieder mal darüber.

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Unser Forensportler ist

vitoatsea

Gehöre seit dem 10. März 2014 nun auch zum "Neoblasen-Club" und habe in diesem Zusammenhang hier im Forum zahlreiche interessante und Hilfreiche Beiträge gefunden. Gut  für einen Neueinsteiger - Danke!
Vorgeschichte: Bin bis wenige Tage vor der OP (Harblasen-Karzinom)  ohne Beschwerden gewesen(!) und auch mit 72 sportlich noch immer sehr  aktiv (Radrennen, Triathlon, Langlauf). Tägliches Training (Laufen, Rad,  Schwimmen, Langlauf) von zwischen 3 und 5 Stunden täglich waren bisher  seit Jahren Standard. Wettkampfmässig sehr erfolgreich, im letzten Jahr  noch zahlreiche Spitzenplätze an Radrennen, Langstreckenläufen und  Triathlon. OP und die wenigen Wochen Erholungszeit danach alles gut verlaufen, wöchentliche Nachkontrollen bisher problemlos. Belastend nur die erwartete und "normale" Inkontinenz.

Dies war meine erste Frage ans Forum vor etwa zwei Jahren: Laufen und Radfahren?

Das Fragezeichen habe ich für mich inzwischen mit einem Ausrufzeichen  ausgewechselt. Wir hier alle wissen wie das so ist,wenn man(n)/frau in  der Intinsivstation nach so einer schweren Operation wieder aufwacht und  sich überlegt: was nun? Umsomehr nach dem ersten Besuch des "weissen  Mannes" der aufklärt, dass der komplizierte Eingriff soweit  zufriedenstellend verlaufen sei und es nun ganz an einem selbst liegt,  wie schnell und wie gut  man wiederauf die Beine kommt. Die Aerzte hätten alles getan was  möglich und notwendig war. In meinem Fall war das die Stunde Null!

Nur wenige Tage vor der überraschenden Krebs-Diagnose und Zystektomie  habe ich mich noch ohne Probleme intensiv auf einen Triathlon  vorbereitet: Schwimmen, Laufen, Radfahren, bis zu 5 Stunden täglich und  dies seit Monaten. Ein eben neu besorgtes super-leichtes Karbon-Rennrad  mit spezieller Ausrüstung sorgte für zusätzliche Motivation nebst der  guten Vorbereitung. Bisher wusste ich so gut wie nichts über Balsenkrebs, sowas betraf ja ohnehin nur die andern und von einer Neoblase hatte ich erst recht  noch nie etwas gehört. Und nun praktisch unbeweglich an Schläuchen und  Drähte liegend war für mich diese neue Blase sinngemäss eher  nebensächlich - dass ich nie mehr meine neue Rennmaschine fahren sollte  beschäftigte mich weit mehr. So  jedenfalls war damals die Einschätzung  meines Bettnachbarn, der sich eine Woche zuvor einem vergleichbaren,  zweiten Eingriff unterziehen musste - "mit einer Neoblase wirst du nie mehr auf ein Fahrrad sitzen"! Mein Uruloge war da etwas nachsichtiger mit mir und meinte achselzuckend: "da muss man abwarten". Eben - das war die Stunde Null!

Am vergangenen Weekend habe ich nun erstmals wieder an einem  Radrennen teilgenommen! Nicht irgend einem um die Hausecken, sondern am highwayto sky, einem schweren Einzel-Bergzeitfahren auf den Sustenpass  (2224 m). Eine tolle Bergstrecke von 24 km und einer Höhendifferenz von  1600 m bei Steigungsgraden von meist über 8%. Dies nach einer  intensiven Vorbereitung mit mehr als total 3000 Rad-Trainingskilometern  in diesem Jahr, nebst Laufeinheiten und Schwimmen. Täglich bis zu 4  Stunden. Natürlich mit dem obenbeschriebenen Spezial-Rennrad, allerdings  technisch entsprechend abgeändert und ausgerüstet, angepasst auf meine  besonderen Verhältnisse. Dies gemäss den Anordnungen eines Spezialisten  (Urologe) in München, der vor allem Radprofis instruiert bezüglich  Sitzposition und anderem.

Ein gelungener Einstand! Bei weitem der älteste Teilnehmer im Feld mit Baujahr 1941 (und sicher der einzige mit Neoblase...)  erreichte ich einen guten Rang noch vor dem letzten Drittel der  Gesamtrangliste. In der Alterskategorie 60+ immerhin noch in den Topten!  Das zeigt doch, dass wir „Blasengeschädigte“ uns auch in der Hinsicht  nicht zu verstecken brauchen!  Die Neoblase  ist dabei kaum nachteilig,allerdings benötigt es „logistisch“ natürlich  schon etwas eine besondere Vorbereitung und Anpassung. Aber es  funktioniert!
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Weil ich davon überzeugt bin, dass Krebs ohne Sport noch unerträglicher ist, liegt mir dieses Thema so besonders am Herzen! Meine eigenen Erfahrungen bezüglich <Blasenkrebs und Sport> sind eindeutig: dank den sportlichen Aktivitäten habe ich meine Krankheit weit besser überstanden als anfänglich befürchtet. Und das ist ja nicht etwa nur „auf meinem Mist gewachsen“ -  Patienten-Beratungsstellen oder Medien berichten immer wieder mal darüber.

Tatsache ist: Bewegung kann heilen und wirkt oft besser als Medikamente! Noch ist aber nicht ganz klar, welche Heilungsprozesse sportliche Betätigung im Körper tatsächlich auslöst. Habe hier im Blog bereits auch schon zweimal entsprechende Beiträge reingestellt, die sich mit eben diesem für uns wichtigen Thema befasst haben.

„Die Wirkmechanismen von Bewegung sind unglaublich vielfältig. Vereinfacht gesagt, wirkt Bewegung in drei Bereichen: auf die entzündlichen Vorgänge im Körper, die langfristig zu Diabetes, Krebs, Alzheimer, Parkinson und Arteriosklerose führen können, auf den Blutfluss, der gefässerweiternd wirkt, sowie auf den sympathischen Antrieb, der das Immunsystem beeinträchtigt oder Herzrhythmusstörungen begünstigt.

Und weiterhin interessant - etwa auch dies wird berichtet:
Mit Sport schützt sich beispielsweise ein Diabetiker auch vor anderen durch Bewegungsmangel begünstigten Krankheiten. Man weiss, dass eine Therapie mit Bewegung mindestens so wirksam ist wie eine einzige Superpille, die man gegen die häufigsten Krankheiten zusammenstellen würde. Also ein Gerinnungshemmer, Betablocker und ACE-Hemmer in einem. Wer sich also regelmässig bewegt und die Muskulatur auf Trab hält, trägt sozusagen die eigene Apotheke mit sich herum. Statistisch gesehen zudem ein um 20 bis 30 Prozent verringertes Risiko an Krebs zu erkranken.  

Bei sportlichen Krebspatienten ist das Rückfallrisiko nachweislich kleiner als bei unsportlichen, sie vertragen die Chemotherapie deutlich besser und die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Heilung ist erhöht. Besonders gut erforscht ist das bisher bei Brust-, Darm- und Prostatakrebs. Auch bei Leukämie zeigen Studien positive Auswirkungen. Noch weiss man nicht genau, weshalb Sport einen direkten Einfluss auf Krebs hat. Als wahrscheinlich gilt: Sport wirkt auf die Sexualhormone, entfaltet eine antioxidative Wirkung und verbessert so die Reparaturmechanismen in den Zellen.

Wenn's offenbar bei den oberwähnten Krebserkrankungen hilft, kann's für uns mit Blasenkrebs wohl auch nicht falsch sein, oder?









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„Das einzige, was zwischen dir und deinen Zielen steht, ist der Bullshit, den du dir selbst erzählst warum du es nicht erreichen kannst.“ (Jordan Belfort)

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„Der härteste Schritt zu Fitness ist der erste. Nimm ihn jetzt!“ (Heather Montgomery)

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„Wenn du laufen willst, lauf eine Meile. Wenn du ein neues Leben kennenlernen willst, dann lauf Marathon.“ (Emil Zatopek)

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