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Mandelauge
Damit das Mögliche entstehe, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.
Hermann Hesse






Jede Wahrheit ist immer
nur eine Halbwahrheit.

Mit 38 Jahren als Frau Neoblase

Neben Familie, Beruf praktiziere ich gelegentlich Yoga, eine Lehre aus Indien die aus dem Altindischen  übersetzt so viel wie anspannen bedeutet. Das Anspannen bezieht sich  dabei auf den Körper und die Konzentration auf bestimmte Bewegungen oder  Figuren. Meine Violine und Joga helfen beim Gelassen bleiben, auch wenn es beruflich immer mal viel wird und wild.
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Ich habe keinen Hang zur Spiritualität. Jeder kann sich den Stil und die Yoga Praxis  rauspicken,
die für ihn am besten passt. Yoga ist dafür gedacht, um im Alltag möglichst viel mitnehmen und
übertragen zu können.  Mal  „innehalten“, um sich mal wieder richtig
aufzurichten, in Stresssituationen feststellen, „Moment mal! – mein  Atem geht ja viel zu schnell“
oder „ich halte ja ständig die Luft an!“ So kann ich das nächste Mal die  „Notbremse“ ziehen,
wenn ich mich mal wieder überfordere,
auch die  Wahrnehmung zu meinen Mitmenschen und zu meiner Umwelt wird feiner.

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So fing es an
Mitten in einer fiebrigen Novembererkältung, meldete mein Körper mit Blut im Urin Gesprächsbedarf. Also bin ich am gleichen Tag  zu meiner Gynäkologin gereist, die mittels Ultraschall sofort ein Problem im benachbarten medizinischen Bereich, nämlich der Blase, feststellte. Keine Stunde später saß ich das erste mal in meinem Leben vor einem Urologen. Ein sehr netter und sympathischer Mann, der allerdings sofort eine Blasenspiegelung anordnete. Nun, was sein muss muss sein, dachte ich und es wird schon alles gut sein. Bist ja jung, weiblich, Nichtraucher, Biogemüse-Esser,... Aber nein, es war gar nichts in Ordnung! Und so begann meine Reise, in deren Verlauf eine bis heute perfekt funktionierende, absolut liebenswerte Neoblase bei mir einzog.
Krankenzimmer
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Krankenzimmer
Am 07.06.2017 war es dann so weit: Vorbereitung für die große OP. Eine Neoblase schien machbar, aber für den Fall der Fälle wurde der Punkt für die Ableitung mittels Urostoma schon auf meinem Bauch aufgezeichnet. Ich war gelassen und wusste: ich kann mit jeder Ableitung leben.
 
Prof. Magheli gab wieder sein bestes und so glückte tatsächlich eine Neoblase. Alle anderen Organe durfte ich behalten, sie schienen in Ordnung, was sich im weiteren Verlauf auch als richtige Einschätzung bestätigte.
 
Die Zeit nach OP war geprägt von Schläuche spülen, Lesen was in den letzten Jahren liegen geblieben war, netten Plaudereien mit den Ärzten und Warten, dass alles verheilt. Ich hatte nie Schmerzen, einen Tag ein wenig Fieber, aber ansonsten war es ein bilderbuchmäßiger Verlauf. Dann der erste wichtige Tag: Dichtigkeitstest, sozusagen TÜV für die Blase. Bestanden! Ab diesem Tag verschwand jeden Tag ein Schlauch aus meinem Körper und dann wurde es sehr spannend: Inbetriebnahme! Und ja, sie war noch klein, ich musste mich ein wenig konzentrieren und bewusst den Beckenboden anspannen, aber sie funktionierte. Unglaublich, ich war so dankbar! Mit einem Freund konnte das erste Bier auf der Dachterrasse der Station getrunken werden. Hallo Leben, hier bin ich wieder! Nach 17 Tagen konnte ich an einem Sonntagmorgen nach Hause gehen, als wäre nichts passiert.




Anschlussheilbehandlung
in Ahrenshoop
Endgültige Kontrolle über mein Bläschen und vor allem Fitness erlangte ich in der anschließenden AHB in Ahrenshoop. Drei Wochen Sommer am Meer! Und zügig danach nahm die Arbeit mich wieder in Beschlag.
 Heute gehe ich geduldig zu allen Nachkontrollen, lebe ansonsten aber unbehelligt und zufrieden mit meinem schicken neuen Blässchen. Dieses hat deutlich an Volumen gewonnen und funktioniert einwandfrei. Ich gehe das Leben ruhiger an, muss nicht mehr jeden Kampf aus Freude am kämpfen aufnehmen, gehe Laufen und verreise, kurz, mache alles was ich vorher auch getan habe.
Strand
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Mein Dank gilt aber vor allem meinen aufmerksamen Ärzten,

dem netten und führsorglichen Ärzte-Team am Urbankrankenhaus

und natürlich allen voran Prof. Magheli für eine fachlich super Leistung

und eine menschlich sehr warme Betreuung.
Lebensmotto 1

Meide negative Menschen
– die haben für jede Lösung ein Problem.

Lebensmotto 2

Die Zukunft hängt von dem ab, was Du heute tust.
-Mahatma Gandhi

Lebensmotto 3

Verändere Deine Gedanken und Du veränderst Deine Welt.
-Norman Vincent Peale

Lebensmotto 4

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.
-Henry Ford

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